Briefe an unsere Follower #2

Guten Morgen, liebe @LorettaLametta!

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Ich habe keine Ahnung, wie Du das machst: Während ich mich müde ins Bett hinein schleppe, wahlweise auch noch auf der Arbeit so vor mich hin dümpele, begrüßt mich Dein gewürfeltes, gesichtsloses Twitter-Ich bereits fröhlich mit … wie sag’ ich’s nur? … mit Sätzen, die ich als Berliner nicht verstehe.

Und da ich weiß, dass Du seit kurzem auch in Berlin wohnst: Glaubst Du wirklich, Du kannst mit solchen Fragen hier überwintern?

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Wie jetzt? Früchtebrot? Hutzelbrot? Birnbrot gar? Was, liebe Cara, ist das? Und müssen wir das alles hier haben? Können wir uns nicht auf Misch-, Schwarz-, Weiß- und vielleicht noch auf Rosinenbrot reduzieren? Nee, können wir nicht. Ich weiß, und Du weißt, dass ich weiß, und letztlich bin ich ja auch dankbar dafür. Aber ehrlich: Birnbrot?….

Zu allem Überdruss bringst Du das Ich-kann-nicht-verstehen-was-all-diese-Leute-sagen–Fass fast zum Überlaufen, wenn Du öffentlich (falls man Twitter als Öffentlichkeit begreifen möchte), also wenn Du öffentlich in einer nur Eingeweihten zugänglichen Mundart solches zum Besten gibst:

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Zum Glück wohnen Anverwandte von mir im Südwesten. Da war Hilfe beim Übersetzen nicht weit. So macht sich das quasi von allein, man muss nur ein bißchen warten.

Vielleicht so, wie ich warte. Darauf, dass Du einmal einen Tweet in meiner lässigen Berliner Mundart auf die Welt loslässt, so in der Art:

Kieke mal, damit hatta nu wirklich nich jerechnet.

Und nein, damit rechne ich nicht wirklich. Denn letztlich mag ich Dich ja genau so, wie ich Dich lese.

Dein Dich liebender @wikipeter

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3 Kommentare zu Briefe an unsere Follower #2

  1. stricktier sagt:

    so sieht man sich wieder! herr wikipeter. das spree:geflüster sind sie? oder wie? und ich bin auch dabei, was für eine schöne freude, noch dazu zusammen mit frau lorettalametta. ob sie a schnitzbrot gfonda hot? und es sich leisten kann? schon bei uns, im heimatland des schnitzbrotes kostet ein winziges stücklein 8 euro. wenns mit dem schreiben nix werden wird, wer ich schnitzbrotbäckerin. bis bald! euer stricktier.

  2. Peter Dessin sagt:

    Liebe Cara, das mit den Obstbränden in der Margarete F. halte ich für ein Gerücht (und ich müsste es wissen). Aber ich werde mich auf jeden Fall umhören, wo es Brotiges für Dich in meiner Heimatstadt gibt. Eine erste Idee habe ich schon…

  3. Cara sagt:

    Herzlichen Dank für den liebeknallvollen Willkommensgruß !
    Von der berühmten Luft und Schrippen kann man in Eurer Stadt aber auch nicht leben, deswegen suche ich Früchtebrot.
    Sollte ich nicht fündig werden, oder falls mich das Heimweh zu zerfressen droht, werde ich meinen Kummer in ein paar Obstbränden ersäufen.

    Eine gewisse Margarete hat die im Sortiment, wie man mir erzählt.
    😉

    Be prepared, junger Mann !
    Ich freue mich auf ein persönliches Kennenlernen, im kleinen Kreis und ohne Fanfaren *g.

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