Banalitäter

Gerade hat Martin Oetting einen schönen Artikel zu den „hirnrissigen Hinweisen“ von Internetkritikern an den sogenannten „Katzencontents“ geschrieben, den ich an dieser Stelle unbedingt weiter empfehlen möchte: „They’re not talking to you“.

Ergänzend dazu habe ich noch eine kleine Anmerkung: Nicht nur Jugendliche mit schlechter Rechtschreibung schreiben über die banalsten Dinge im Web. Auch hochtalentierte Intellektuelle tun dies mitunter gern (um Oetting zu zitieren):

Wer im Web kostenlos einen schlechten Witz macht oder einen Freund veralbert, der tut dies nicht, um das Feuilleton zu erreichen. Sondern schlicht, um einen schlechten Witz zu machen oder einen Freund zu veralbern.

Albernheiten und Banalitäten gehören zum Internet nun einmal dazu wie Stammtischzoten bei Professoren oder geschmacklose Witzchen bei Chirurgen. In der Literatur sind sie legitim, gesellschafts- und zitierfähig, sonst gäbe es keinen Morgenstern, Ringelnatz, Jandl oder Tucholsky.

Ach so: Den Beweis der im minutentakt gezwitscherten Albernheiten Intellektueller möchte ich natürlich auch nicht schuldig bleiben:

Twitternacht

Aber, wie gesagt: They’re not talking to you.

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